Montag, 30. Juli 2012

Was tust du??


Oft verstehe ich nicht was er tut. Oft würde ich was ganz anderes machen wenn^er ich mich eben auch mal fragen würde.
Noch viel öfter bin ich dann auch wieder froh das er ohne mich entscheidet, sich von mir nicht reinreden lässt und den Überblick behält.
Mich würde es doch überfordern, ganz ehrlich, so viele scheinbar kleine Entscheidungen immer selber treffen zu müssen, deren Folgen ich so ganz und gar nicht absehen kann.
Warum fällt es uns Menschen, warum fällt es mir trotzdem so schwer einfach nur Mensch zu sein??
Immer wieder meine ich Gott erklären zu müssen wie es denn am besten wäre und wie ich mir mein Leben so vorstelle. Bitte mach doch mal!
Das erinnert mich jetzt irgendwiw daran wie mir mal ein Ghanaer deutsch beibringen wollte, weil ihm mal einer vor vielen Jahren ein paar Worte beigebracht hatte. Als ich meinte, nein das heißt so und so..erwidert er: Nein!
Na ja, manchmal bin ich ganz ehrlich gesagt nicht so viel besser.. Gott hat mich schließlich erschaffen, wenn jemand wirklich weiß was gut für mich ist, dann ja wohl er!

Eigentlich ist auch alles so klar und einfach. Wenn wir die Bibel lesen sollten wir eigentlich nach einiger Zeit heraushaben was das beste für uns ist. Ein Leben im Einklang mit Gott oder so... Klappt bloß nicht so.
Vielleicht nicht jeden Tag, aber doch beinahe jeden Tag kämpfe ich drum es nicht komplett zu vermasseln. Was echt nicht so einfach ist. Jeder Schritt den ich tue, jedes Wort das ich sage kann voll Unheil sein wenn ich nicht aufpasse.
Ja leider werd ich nie perfekt sein, sehr wahrscheinlich nicht einmal annähernd.
Aber soll mir das jetzt die gute Laune verderben? Das hätte der Teufel wohl gern das dies auch noch dazu kommt.
Nein, ich will nicht aufgeben mit jedem Schritt, mit jedem Wort das ich sage Gott die Ehre zu geben. Gott in allen großen und kleinen Entscheidungen das letzte Wort zu überlassen.
Und mal wieder den goldenen Mittelweg finden..nicht krampfhaft versuchen alles richtig zu machen und trotzdem nicht einfach nur das tun wonach mir grad so ist.
Und bei alle dem freuen über Gott und was er tut, getan hat, geschaffen hat.. und auch über jeden kleinen Sieg über mein Ich das eben immer nur an eins denkt: ich,ich,ich.

Definitiv hat Gott bisher die besseren Entscheidungen für mich getroffen. Sie waren im ersten Moment manchmal echt hart...auch weil ich zuvor mein eigenes Ding machen wollte und er mich wieder da raus holen musste, zu meinem Besten.

Angesichts dessen das Gott uns so sehr liebt, dass er seinen eigenen Sohn hat sterben lassen möchte ich echt nie wieder daran zweifeln ob er es auch wirklich gut mit mir meint. Auch wenn die Umstände grade nicht so rosig sind. Er weiß was er tut und macht keine Fehler.
Ich bin echt dankbar das ich ihn kenne, das ich so einen wunderbaren, unbeschreiblichen Gott an meiner Seite habe. Der nicht auf irgendwas von mir angewiesen ist. Und mich dennoch gebrauchen will mit all meinen Gaben die er mir geschenkt hat. Das gilt für mich. Und auch für jeden der das hier liest.

Samstag, 7. Juli 2012


Heute habe ich Psalm 37 gelesen und er hat mich echt angesprochen weils um ein Thema geht das mir in letzter Zeit echt zu schaffen gemacht hat.
Nämlich dieses Gefühl das diejenigen die tun was auch immer sie grad wollen und wonach sie sich fühlen viel besser dran zu sein scheinen!
Ich versuche so sehr das richtige zu tun (das was Gott will) und trotzdem oder gerade deswegen ist einiges so schwierig. Und dann schaut man denen zu die machen was sie wollen und ein leichtes Leben haben und kommt sich ziemlich bescheuert vor.
Ehrlich, ich hab mich gefragt warum mach ich das? Es ist ja auch nicht immer grade so einfach das richtige zu tun und dann bin ich noch nichtmal besser dran?
Na ja, genau das ist es was mir der Teufel einreden will.
Hab viel darüber nachgedacht was jetzt eigentlich stimmt und warum all das so ist wie es ist.
Zum einen musste ich feststellen das die richtigen Entscheidungen im ersten Moment (immer) schwer fallen, sich aber längerfristig auszahlen.
Zum Beispiel die Frage ob ich eine Beziehung eingehe wenn ich genau weiß das hat keine gute Basis geschweige denn Zukunft. Einfacher ist es seinen Gefühlen nachzugeben und es einfach “laufen zu lassen”..
Sicher kann man daraus keine allgemeine Formel machen, dennoch bin ich ziemlich davon überzeugt das die allermeisten richtigen Entscheidungen zu Beginn so viel schwerer fallen.
Und auch wenn Gott der einzige ist der meine Bemühungen sieht und ich vielleicht “erst” im Himmel den Lohn dafür bekomme, dann tu ich's deswegen erst recht.
Sei ruhig in der Gegenwart des Herrn und warte, bis er eingreift. Ärgere dich nicht über die Bösen, denen es gut geht.” heißt es im Ps. 37 und auch “Der Herr freut sich an einem aufrichtigen Menschen und führt ihn sicher. Auch wenn er stolpert, wird er nicht fallen, denn der Herr hält ihn fest an der Hand”. Noch mehr Zusagen finden sich in diesem Psalm für alle die tun was Gott will.

Egal wie oft ich mir blöd vorkomm wenn andere tun und lassen was sie wollen und so viel besser davon zu kommen scheinen. Ich will nicht aufhören herauszufinden was Gottes Wille für mich ist in allen kleinen und großen Dingen.
Denn niemals kann ich mich für mein Handeln damit rechtfertigen: “aber die andern machen das doch auch”.
Deswegen sollte ich auch zuallererst Gott fragen was und wie ich mein Leben leben soll. Er allein kann mir wirklich sagen was richtig und was falsch ist. Und da geht's nichtmal drum wie ich mein Leben in 10 Jahren leben soll. Sondern jetzt.heute.
Wie ich den Leuten begegne. Ob ich mich immer nur um mich drehe oder auch ein offenes Ohr und Zeit für andere habe.

Weil ich einige Zeit ich in einigen Bereichen die Lügen geglaubt und gelebt habe, ist es oftmals immer noch schwer wieder ein Gespür dafür zu kriegen was Gott eigentlich für mich will.
Wenn ich manchmal daran denke welche Entscheidung ich zum Teil getroffen habe in dem glauben das richtige zu tun wird mir ganz schlecht.
Umso dankbarer bin ich jetzt das ich wieder näher dran bin an Gott und etwas klarer sehen kann.

Aber noch eine andere Sache die mir echt nicht leicht fällt. Nicht zu richten über die -meiner Meinung nach- falschen Entscheidungen anderer, denn das steht nur Gott zu. Und meine Liebe zu ihnen dadurch nicht beeinträchtigen zu lassen. Das ist für mich eine wirkliche Herausforderung! Denn viel lieber würd ich zu irgendjemand gehen und mich so richtig über die Fehlentscheidung der anderen auslassen (ganz so als ob ich das noch nie getan hätte). Doch da weiß ich ganz sicher das es nicht Gottes Wille ist, nichtmal der Gedanke daran.
Und da brauch ich Gottes Hilfe echt. Heute, morgen und ganz sicher auch noch in 10 Jahren.

Samstag, 23. Juni 2012

Der Knoten ist geplatzt...


 mal wieder. Nicht das erste und sicher nicht das letzte Mal.
Die letzten Wochen hab ich sehr viel nachgedacht, vor allem über die Zeit nach meinem 2. Jahr.
Das hat mich zeitweise ziemlich verrückt gemacht weil ich einfach gar keinen optimalen Weg gesehen habe und noch dazu so oder so alles einfach sehr kompliziert scheint.
Natürlich wusste ich die ganze Zeit das für Gott nichts unmöglich ist und er sieht was ich nicht sehen kann.
Und das es definitiv nichts gibt was zu kompliziert für ihn ist.
Und dann ist da die Stelle in 1. Kor. 1,25 die mir schon seit über einem halben Jahr immer wieder in den Sinn kommt. Da heißt es das unsere besten Pläne immer noch schlechter sind als Gottes scheinbar absurder Plan....
All diese Dinge die mir sagen das Gott über allem steht und so viel besser weiß was für mich passen wird. Das war alles in meinem Kopf, nur irgendwie nicht in meinem Herzen.
Statt dessen kamen immer wieder neue Gedanken die mich schier zum verzweifeln gebracht haben..Immer wieder dieses: Es kann doch gar nicht gehen und falls doch, wie denn bitte???
Wie so oft ist es immer ziemlich schwer für mich gegen diese Gedanken anzukämpfen und mit der Wahrheit dagegen zu halten.
In meinem Herzen war kein Frieden und das kann ich echt schwer aushalten.
Aber es hat sich einfach nichts geändert! Ich hab gebetet und Gott um Hilfe gebeten weil ich wusste es bringt so gar nichts mich verrückt zu machen.
Als ich dann vorgestern meinem Freund eine e-mail geschrieben habe über all diese Dinge die in meinem Kopf kreisen und kreisen..... da kam er auf einmal über mich, ein tiefer Frieden. All das was ich wusste konnte ich auf einmal wieder in meinem Herzen spüren und glauben. Der Knoten war geplatzt!

Nach wie vor waren da viele Fragen und ich bin kein Stück weiter wie denn alles nach meinem 2. Jahr hier in Ghana weitergehen kann. Aber ich kann wieder mit allem was ich bin Gott vertrauen. Weil er allein die Antworten weiß und so viel bessere Pläne hat und machen kann als ich.
Ich hoffe ihr kennt ihn, diesen Frieden von Gott. Eins der unglaublichsten Dinge, ich staune jedes Mal wieder wenn er von neuem über mich kommt. Sowas echtes und tiefes kann nur von Gott kommen.
Und gleichzeitig kommt die Freude..weil dieser Friede im Herz ein so großartiges Geschenk ist.

Witzigerweise bin ich gleich am nächsten Tag auf etwas gestoßen das mich hat aufhorchen lassen. Wo ich dachte, ja das könnte was sein was ich anschließend machen könnte..es gibt ja doch was das passen würde! Fast hätte ich gelacht weil da plötzlich eine mögliche Lösung vor mir lag und ich mich so verrückt gemacht habe die Tage zuvor. Ich bin dennoch dankbar das er mir das nicht früher gezeigt hat.
Wer weiß ob ich sonst diesen Frieden wieder gefunden hätte?
Jetzt kann ich wieder loslassen, alles planen vollkommen Gott überlassen und mich entspannen.
Gott ist gut und er weiß was ich brauch, manchmal muss man erst noch mehr verzweifeln um wieder dahin zurückzukommen wo man eigentlich sein sollte. Ganz nah bei Gott.

Freitag, 22. Juni 2012

Man tut verrückte Dinge...

.. wenn man an Gott glaubt und genau so fühl ich mich grade.
Bin völlig aus dem Häuschen das ich das gerade wirklich mache. Weil selbst ein Blog am Leben zu erhalten für mich schon eine Herausforderung ist, bei den afrikanischen Internetverhältnissen.
Aber schon seit längerem liegt es mir auf dem Herzen das noch mehr zu teilen was mein Leben ausmacht. Meine Beziehung zu Gott.
Wie oft er mich schon zum staunen, still stehen, ruhig werden und weinen gebracht hat vor Überwältigung von seiner Größe und was ich schon alles lernen durfte von ihm.


Ich hab noch keine so klare Vorstellung wie das genau aussehen wird hier... Wie ich wirklich ehrlich mein Herz öffnen kann um euch an dem großartigen teilhaben zu lassen was in meinem Leben passiert und schon passiert ist. 
Denn ich will ehrlich sein, all die Momente des Gott suchens und nicht gleich zu finden scheinen nicht verschweigen.
Alle Tabus brechen weils für Gott keine Tabus gibt wenn wir das zulassen.


Keine Ahnung wie mir das gelingen soll und will.
Doch eins ist sicher: Gott hat ne ganz klare Vorstellung davon wie das ganze aussehen soll und warum er mir das aufs Herz gelegt hat.


Vielleicht ist das ganze hier auch mehr ein Danke sagen an den der mich geschaffen hat und mich jeden Morgen von neuem aufwachen lässt. Einer dessen große Liebe ich sicher nie komplett begreifen werde.